02.09.2021

Abnehmfalle Kalorien zählen

Mit fleißigen Helferlein-Apps Kalorien zählen, weniger zu sich nehmen als Energie verbraucht wird und schon ist man schlank. Eine einfache Rechnung, die oft nicht aufgeht.

Abnehmfalle Kalorien zählen

Das Prinzip Kalorien zählen ist das wohl bekannteste und älteste Abnehm-Modell der Welt. Nicht zu guter Letzt deswegen wird es daher von vielen Abnehm-Coaches und Fitnessgurus zur Gewichtsreduktion empfohlen.

Wie funktioniert Kalorien zählen überhaupt?

Man kennt die Regel: der Verbrauch muss höher als die Zufuhr sein. Doch was heißt das genau?

Mit „Verbrauch“ werden die von unserem Körper verarbeiteten Kalorien bezeichnet. Je mehr Bewegung und Aktivität ein Mensch in seinen Alltag einbaut, desto höher ist auch dessen Verbrauch. Allen Menschen gemein ist der Grundumsatz. Das ist die Energie, die der Körper verbraucht, wenn wir nichts tun. Und hier ist die erste Hürde: die Bestimmung des exakten Grundumsatzes ist für den Ottonormalverbraucher eine komplexe Angelegenheit.

Alle Kalorien, die wir  zu uns nehmen, bezeichnet man als die „zugeführte Energie“. Frühstück, Mittag- und Abendessen, alle Snacks zwischendurch und (gesüßte) Getränke. Nehmen wir also genauso viel Energie zu wie unser Körper verbraucht, halten wir unser Gewicht. Das Abnehmen beginnt erst, wenn wir weniger essen und trinken als unser täglicher Verbrauch vorsieht.

Bekannte Probleme beim Abnehmen mit Kalorien zählen

Wer sich in den Kopf gesetzt hat, mithilfe der Methode Kalorien zählen abzunehmen und erfolgreich seinen Grundumsatz bzw. Verbrauch berechnet hat, stößt auf weitere Fragen:

1. Welche Ernährungsweise wähle ich? Die bisherige eventuell weniger gesunde Art und Weise mit einer wie oben beschrieben verringerten Kalorienzahl. Diese wird sich allerdings auf die Stimmung und den Heißhunger niederschlagen. Oder eine optimierte gesunde Ernährung, die ebenfalls die berechnete Menge an Kalorien einspart. Setzt man sich aber zu hohe Ziele, überfordert man sich schnell selbst und die Disziplin gerät ins Wanken. So wird die Etablierung neuer Ernährungs-Gewohnheiten von Tag zu Tag schwieriger. Unabhängig von der Ernährungsweise wird demnach klar, dass Kalorien zählen eine große Herausforderung für den Einzelnen darstellt.

2. Wie viel darf ich davon essen? Sind die Kalorien-Berechnungen korrekt und die Frage nach der Ernährungsweise geklärt, fehlt noch die genaue zu verzehrende Menge. Denn die Kalorienzahl jeder Mahlzeit und jedes Getränks muss aufwendig ermittelt und summiert werden. Je nach technischem Know-How wird die Waage oder eine App zum ständigen, ungeliebten Begleiter. Die Methode ist dementsprechend zeitintensiv und weniger genussorientiert. Bei Restaurantbesuchen oder Spontankäufen unterwegs hilft nur noch eine ungefähre Schätzung.

3. Belohnen Sie sich selbst? Kommt Ihnen das bekannt vor: Sie haben Sport gemacht, fühlen sich super und würden sich für die Anstrengung gerne mit einer ungesunden Mahlzeit belohnen? Dann geht es Ihnen wie vielen anderen Menschen, denn Sport fördert den Heißhunger. Dabei überschätzen wir oft unsere sportliche Leistung und der Körper nimmt meist viel mehr Kalorien auf als vorher verbrannt wurden. Dasselbe Prinzip tritt auf, wenn man den ganzen Tag Kalorien zählt und am Abend noch einige „übrig“ hat. Der Gedanke, dass eine kleine Sünde kaum ins Gewicht fallen wird, gefährdet die gewünschte Abnahme. Alles vorher eisern Eingesparte, wird mit diesem Belohnungs-Essen zunichte gemacht und die Abnahme zieht sich quälend langsam hin.

Das unterschätzte Problem beim Abnehmen mit Kalorien zählen

Wer schon mal versucht hat, ein oder zwei Wochen lang Kalorien zu zählen, bemerkt nicht nur wie zeitraubend und monoton es ist. Es kostet zudem enorm viel Willenskraft und mentale Energie. Das Gewicht langfristig zu halten, wird zur schier unmöglichen Herausforderung.

Wie schwer das Durchhalten beim Kalorien zählen fällt, zeigt auch ein aktuelles Beispiel: Sophia Thiel. Die Food- und Fitnessbloggerin mit eigenem Abnehmprogramm galt lange als absolutes Vorbild was Ernährung und Sport angeht. Doch mit steigendem Bekanntheitsgrad wuchs auch der (mentale) Druck, und die stets restriktive Diät sowie das extreme Training führten letztendlich zur erneuten Gewichtszunahme des Internetstars. Sogar von einer Essstörung war die Rede.

Leichter Abnehmen mit Unterstützung von Experten

Anstatt penibel darauf zu achten, was und wie viel man isst, sollte man den Fokus besser darauf legen, den Stoffwechsel anzukurbeln. Ein eingeschlafener Stoffwechsel führt nämlich dazu, dass man immer leichter ansetzt, ohne wirklich mehr zu essen. Er ist verantwortlich dafür, dass so viele Menschen Probleme haben, langfristig ihr Wohlfühlgewicht zu erzielen (und dann auch zu halten).

Jetzt die gute Nachricht: Der menschliche Stoffwechsel ist regulierbar. Egal, wie gescholten dieser ist, man kann jeden Stoffwechsel mit ein paar simplen Änderungen im Alltag wieder auf Touren bringen. Besser noch: Man muss nicht stundenlang in der Küche oder im Fitnessstudio verbringen.

Wenn Sie herausfinden möchten, wie auch Sie Ihren Stoffwechsel in einen Hochofen verwandeln, dann kommen Sie gerne zum kostenlosen Beratungstermin vorbei. Unsere Experten unterstützen Sie gerne mit einem individuellen Ernährungsplan, viel Spaß und Genuss beim Abnehmen. Gemeinsam erreichen wir Ihr Wunschgewicht ganz ohne Kalorien zählen, Waage und komplexe Berechnungen.

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