07.06.2019

Stress verursacht Übergewicht und Fettleibigkeit

Chronische körperliche und seelische Überlastung führen im Körper zu einer erhöhten Ausschüttung von Stresshormonen. Studien belegen, dass diese sogenannten Glukokortikoide an der Entstehung von Übergewicht und Fettleibigkeit beteiligt sind.

Stress verursacht Übergewicht und Fettleibigkeit

Das in diesem Zusammenhang wichtigste Hormon ist das Cortisol. Bei Dauerstress, zu dem auch oft noch Schlafmangel hinzukommt, leben wir mit einem ständig erhöhten Cortisolspiegel im Blut. Cortisol fördert vor allem die Produktion des gefährlichen inneren Bauchfettes, welches nachweislich das Risiko zahlreicher Erkrankungen erhöht: Metabolisches Syndrom, Diabetes Typ 2, Herzinfarkt, Schlaganfall, Brust- und Darmkrebs, Alzheimer, Gelenksschmerzen und Unfruchtbarkeit.
 

Fettleibigkeit entsteht nicht im Körper, sondern im Kopf!

Auch während des Abnehmens führen negatives, pessimistisches Denken zur Ausschüttung dieser Stresshormone, die ähnlich wie das Insulin, die Fettverbrennung hemmen und die Entstehung von Bauchfett begünstigen. Oft stellt sich dadurch trotz Diät halten kein Erfolg ein.

Dazu kommt, dass unser Essverhalten bereits in unserer Kindheit geprägt wird. Süßigkeiten als Belohnung fürs „Bravsein“, Essen vor dem Fernseher und aus Langeweile oder der beliebte Himbeersaft aus dem Flascherl legen den Grundstein für ein gestörtes Essverhalten und Übergewicht im Erwachsenenalter. Psychischer Stress durch Job, Familie und ständige Erreichbarkeit führen dann später oft dazu, genau diese abgespeicherten Essensmuster aus der Kindheit wieder aufzugreifen, keine regelmäßigen Mahlzeiten mehr zu essen und nebenbei nur Junkfood hineinzustopfen.
 

Belohnungszentrum im Gehirn bei Übergewichtigen verändert

Gehirnforscher haben außerdem herausgefunden, dass bei fettleibigen Menschen das sogenannte Belohnungszentrum verändert ist. Offenbar sind die Andockstellen für das Glückshormon Dopamin in diesem Gehirnareal stark reduziert, was bedeuten könnte, dass Übergewichtige mehr und stärkere Reize benötigen, um das gleiche Glücksgefühl zu empfinden als Normalgewichtige. Das Verlangen nach fetten, süßen Speisen ist dabei unverhältnismäßig stark erhöht und führt zu Fressattacken, die schwer kontrollierbar werden.
 

Erfolgreich Abnehmen durch bewusste Auszeiten und eine positive Lebenseinstellung

Beim Abnehmen ist also nicht nur wichtig, sich ausgewogen und gesund zu ernähren, sondern sich vielmehr wieder Zeit für sich selbst zu nehmen, bewusst auch mal „nein“ zu sagen und sich Gutes zu tun.

Bei easylife lernen Sie, wie gut ausgewogene Ernährung schmecken kann, wie wichtig regelmäßige Mahlzeiten sind und wie einfach diese auch in einen vollen Terminkalender umzusetzen sind. Ihr mehrwöchentlicher Easylifebesuch soll ihre ganz persönliche Auszeit sein, die sie sich ganz bewusst nehmen, um vom Alltag abzuschalten. Dann klappt es nämlich auch mit dem Abnehmen.

 

Erstellt von Mag. Carmen Crepaz, MSc
Ernährungswissenschafterin bei easylife

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