12.02.2021

Scharfmacher als Stoffwechselbooster

Kommen Sie beim Verzehr scharfer Gewürze oder Lebensmittel auch oft ins Schwitzen? Wussten Sie, dass beispielsweise das Capsaicin der Chili die Wärmeproduktion des Körpers (Thermogenese) um bis zu 25 % steigern kann?

Scharfmacher als Stoffwechselbooster

Unser Körper gleicht den Anstieg der Körpertemperatur mit gesteigerter Schweißproduktion aus. Das führt zu einem erhöhten Energieverbrauch. Chili und andere Scharfmacher in unserer Ernährung wirken so als wahre Fettverbrenner und Stoffwechselbooster. Scharfmacher führen zu einer erhöhten Magensaftproduktion und wirken appetitzügelnd, was sich zusätzlich positiv auf den Abnehmerfolg auswirkt.

Chili

Neben seiner einheizenden Eigenschaft fördert das Capsaicin die Durchblutung der Schleimhäute und fördert so die Verdauung. Außerdem wirkt es antibakteriell und schützt die Magen- und Darmschleimhaut vor Entzündungen. Aber Achtung: Nicht jeder verträgt die Schärfe! Beim Verzehr einer zu großen Menge Chili kann es zu im schlimmsten Fall zu Schädigungen in der Magenschleimhaut kommen. Deshalb lieber mit einer kleinen täglichen Dosis beginnen und diese langsam steigern.

Ingwer

Dem scharfen Geschmack verdankt die Ingwerknolle vor allem dem sogenannten Gingerol. Verschiedene wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass vor allem das 6-Gingerol im Ingwer antioxidative und entzündungshemmende Wirkung zeigt. Darüber hinaus gibt es auch Hinweise darauf, dass Gingerole schmerzdämpfend wirken. Auch eine Beschleunigung der Fettverbrennung scheint durch den regelmäßigen Verzehr von Ingwer möglich zu sein. Beginnen Sie auch hier mit einer geringen Menge, z.B. in Form eines Ingwertees oder etwas geriebenem Ingwer in einer Karottensuppe, um sich an die Schärfe zu gewöhnen. Ein „Ingwer-Kurkuma-Shot am Tag“ ist ein toller Stoffwechselturbo und beugt lästige Erkältungskrankheiten vor.

Kren

Das heimische Superfood enthält reichlich ätherische Senföle, die für seine Schärfe verantwortlich sind. Sie regen die Durchblutung der Schleimhäute an und wirken gemeinsam mit dem im Kren enthaltenen Vitamin C entzündungshemmend. Seine antibiotische Wirkung verdankt der Kren dem Wirkstoff Sinigrin. Auch hier ist es die Kombination der einheizenden und magensaftanregenden Wirkung, die sich positiv auf den Fettstoffwechsel auswirkt. Kren sollte am besten frisch gerieben verzehrt werden, besonders gut schmeckt er zum Beispiel auf Wildlachs oder als Topping einer Rote-Rüben-Suppe.

Auch Knoblauch, Senf oder Pfeffer als Würzmitteln eignen sich hervorragend, unser Immunsystem zu unterstützen und den Fettstoffwechsel auf Touren zu bringen. So kann man mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen spielen und Abwechslung in die Ernährung bringen.

Fragen Sie bei Ihrem nächsten Besuch in Ihrem Therapiezentrum nach den erwähnten Rezepten „Zander auf roten Rüben mit Kren“ und "Ingwer-Kurkuma-Shot".

 

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Beitrag erstellt von Mag. Carmen Crepaz, MSc
Ernährungswissenschafterin bei easylife

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