01.10.2018

Pilze – die kalorienarme Delikatesse

Jetzt im Frühherbst haben heimische Pilze wie Eierschwammerl Hochsaison. Im Wald tummeln sich frühmorgens immer mehr „Pilzsuchende“. Echte Profis haben ihre ganz persönlichen Waldreviere, die mitunter vor anderen Pilzjägern streng geheim gehalten werden. Und es lohnt sich, denn Pilze sind gesund!

Pilze – die kalorienarme Delikatesse

Durch ihren hohen Wasser- und niedrigen Fettgehalt sind Pilze sehr kalorienarm und deshalb als Beilage zu Fleisch und Fisch optimal, um lästige Kilos loszuwerden. Der hohe Ballaststoffanteil in Pilzen sorgt für ein langes Sättigungsgefühl und regt die Verdauung an.

Pilze sind reich an Mineralstoffen und liefern u.a. Kalium, Phosphor, Selen und Magnesium. Außerdem enthalten Pilze Vitamin D, das sonst in pflanzlichen Lebensmitteln nur in sehr geringer Menge vorkommt.

Pilze liefern zudem nennenswerte Mengen an Eiweiß und sind gleichzeitig cholesterinfrei, eine schlankmachende Kombination also!

Besonders nährstoffreich sind Eierschwammerl und Steinpilze. Auch asiatische Pilze, wie zum Beispiel Shiitake-Pilze sind sehr schmackhaft und gesund. Andere wertvolle Eiweißlieferanten sind Austernpilze, Bovisten, aber auch Champignons, welche bis zu 3-5% Eiweiß enthalten. Besonders kaliumreiche Pilze sind Eierschwammerl, Champignons und Steinpilze. 100 Gramm dieser Pilze liefern bereits 25% des Tagesbedarfs eines Erwachsenen.

Achtung: Aufgrund des unverdaulichen Chitins in der Pilzmembran können Pilze mitunter schwer im Magen liegen. Frische Waldpilze sollten deshalb nicht roh gegessen werden, sondern ausreichend und mit hoher Temperatur erhitzt werden. Zusätzlich schützt längeres Kauen vor Blähungen.

Vorsicht vor Giftpilzen im Wald
Giftige, ungenießbare und echte Speisepilze können sehr ähnlich ausschauen. Deshalb sollten sich Pilzsammler sehr gut informieren, bevor sie ihre Funde verzehren. Als Anfänger sollte man am besten mit einem Pilzkenner einige Male mitgehen, bevor man sich selbst zutraut, die „richtigen“ Pilze zu erkennen.

Pilzvergiftungen können zu ernsthaften Schäden an Leber und Nieren führen oder sogar tödlich verlaufen.

Pilze richtig zubereiten
Durch Panieren und anschließendes Frittieren verlieren Pilze oft an Geschmack und liefern unnötig viele Kalorien und ungesunde Fette. Entscheiden Sie sich lieber fürs Grillen, Braten oder Dünsten, da hier der volle Geschmack zur Geltung kommen kann und der Pilz eine kalorienarme Beilage bleibt.


Pilze eignen sich auch sehr gut zum Trocknen. Dazu werden die Pilze in dünne Scheiben geschnitten und einige Tage in einem gut durchlüfteten Raum auf einem trockenen Tuch gelagert – immer wieder wenden. Alternativ dazu kann man Pilze auch im Backrohr trocknen: Bei leicht geöffneter Backrohrtür einige Stunden bei ca. 80 Grad trocknen lassen. Sowohl beim Trocknen als auch beim Einfrieren gilt: so frisch wie möglich konservieren, am besten gleich am selben Tag des Einkaufs bzw. des Sammelns.

TIPP: Bereiten Sie sich als Alternative zu einem Fleisch- oder Fischgericht einmal pro Woche ein Eierschwammerl-Omelett zu!

Genießen Sie den Herbst und erfreuen Sie sich an den gesunden und schlankmachenden Bodenschätzen, die unser Wald zu bieten hat!

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