05.07.2022

Die größten „Diätlügen“ und Ernährungsmythen

Um Gewicht zu verlieren, kaufen Menschen Schlankheitsmittel oder Ernährungsratgeber - dennoch bleibt der Erfolg aus. Es wird zu einseitiger Ernährungsweise und spürbaren Einschränkungen geraten, die sogar gesundheitsschädigend sind. Um Ihnen die Augen zu öffnen, widmen wir diesen Beitrag den häufigsten Unwahrheiten rund um Diäten.

Die größten „Diätlügen“ und Ernährungsmythen
Wer sieht den Wald vor lauter Bäumen noch? 1000 Wunderdiäten, doch keine hilft.

Diätlüge 1: Abnehmen durch wenig essen oder fasten

Bei einer sogenannten Crash-Diät wird die Kalorienaufnahme drastisch reduziert. Die Folge ist eine Umstellung auf "Hungerstoffwechsel". Man verliert großteils Wasser und Muskelmasse, Fettdepots erst später oder gar nicht. Wer die Kalorienzufuhr also einschränkt, senkt seinen Grundumsatz und wird nach der Diät wieder Gewicht zulegen. TIPP: Wichtig ist, auch während der Abnehmphase den Körper mit ausreichend Nährstoffen und Vitaminen zu versorgen und die Aktivität des Stoffwechsels anzukurbeln.

Diätlüge 2: Abnehmen mit Tabletten oder „Wunderkuren“

Viele „Wundermittel“ und (Online-)-Kuren ohne wissenschaftliche Belege werden häufig für viel Geld gekauft: Kohlsuppe, Kokosöl, Ananas-Diät bis hin zu Detox-Kuren oder Fatburner-Tabletten. Die Nachteile: Nährstoffmangel zum hohen Preis. Am Ende schlägt der Körper Alarm und der Jojo-Effekt tritt bei verminderter Stoffwechselaktivität und Mangelerscheinungen ein. TIPP: Abnehmen ist keine „Einbahnstraße“ - Lebensstil und Ernährungsverhalten müssen nachhaltig verändert werden.

Diätlüge 3: Weglassen von „Pseudo-Dickmachern“

Dank diverser „Mythen“ gelten Fleisch, Kohlenhydrate, Milchprodukte oder Obst als potentieller Feind. Tatsächlich gibt es Dickmacher, die auch ungesund sind. Dazu gehören alle zuckerhaltigen Lebensmittel, wie Süßigkeiten, Softdrinks, Backwaren oder Fertigprodukte. TIPP: Setzen Sie lieber auf eine abwechslungsreiche Kost aus hochwertigem Eiweiß, Vollkorn, Obst, Gemüse und fettarmen Milchprodukten, sodass es zu keinen Nährstoffdefiziten kommt und der Stoffwechsel aktiv bleibt.

Diätlüge 4: Auslassen von Mahlzeiten

Von Dinner-, Breakfast- oder Zwischenmahlzeiten-Cancelling – alles führt nur zur Reduktion der Stoffwechselaktivität. Ob man erfolgreich abnimmt, hängt von der Nährstoffzufuhr über den Tag verteilt ab. Für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme spielen zudem Faktoren wie Stress, Schlaf oder der Zustand des Mikrobioms mit eine Rolle. TIPP: Das Auslassen von Mahlzeiten fördert Heißhungerattacken. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig und abwechslungsreich zu essen. 

Diätlüge 5: Jeder Körper funktioniert gleich

Jeder Organismus oder Stoffwechsel funktioniert anders. Deshalb ist es sehr wichtig, jedes Ernährungskonzept individuell anzupassen und laufend hilfreiche Adaptionen im Konzept vorzunehmen. Das Gespräch und die Intervention auf einer maßgeschneiderten Basis ist essentiell für den Abnehmerfolg. TIPP: Jeder Mensch ist anders – dazu gehören Lebensstil, Rahmenbedingungen oder gesundheitliche Faktoren. Daraufhin sind auch Abnehmkonzepte individuell anzupassen.

Unser Fazit für Sie

Extreme und einseitige Diäten scheitern, sobald man zum ursprünglichen Lebensstil zurückkehrt. Um gesund und nachhaltig abzunehmen und sein Wohlfühlgewicht langfristig zu halten, ist eine ganzheitliche Strategie notwendig. Eine langfristige Anpassung des Essverhaltens,  Selbstbeobachtung durch Protokolle, laufende Gespräche oder schmackhafte Rezeptideen helfen dabei, das Gewicht auch nach dem Abnehmerfolg zu halten. 

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Ein Beitrag von Verena Dietmaier, MSc. BA MBA
Ernährungswissenschafterin bei easylife

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